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PUR-Bindung – 5 Probleme, die bei dicken Büchern auftreten

PUR-Bindung

Die PUR-Bindung ist derzeit eine der beliebtesten Arten, Bücher zu kleben. Sie ist haltbar, lässt sich gut öffnen und ermöglicht die Herstellung sowohl von dünnen Publikationen als auch von sehr dicken Büchern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass je größer das Volumen ist, desto mehr technische Herausforderungen bei der Produktion auftreten.

Viele Menschen gehen davon aus, dass PUR „die Lösung für alles“ ist. In der Tat ist die Haltbarkeit wesentlich besser als bei der klassischen EVA-Verklebung, aber bei sehr dicken Büchern muss man trotzdem auf einige wichtige Punkte achten.

Im Folgenden zeigen wir 5 Probleme auf, die bei dicken, mit PUR-Technologie hergestellten Publikationen am häufigsten auftreten.

PUR vs. zu viel Buchvolumen

Das erste Problem ist ganz einfach: Nicht jedes Buch verträgt eine sehr große Dicke. Selbst wenn die PUR-Bindung stabil ist, wird der Buchrücken bei Publikationen mit 500-700 Seiten stark beansprucht.

Je schwerer der Block, desto größer die Belastung:

Aus diesem Grund empfehlen Druckereien bei sehr dicken Publikationen häufig eine Heftung mit Klebebindung anstelle von PUR allein.

PUR-Bindung und Problem beim Öffnen von Büchern

Die PUR-Bindung lässt sich viel besser öffnen als die klassische Klebebindung, aber bei sehr dicken Büchern kann es trotzdem zu Einschränkungen kommen.

Das Problem gilt insbesondere für:

Je dicker das Papier ist, desto schwieriger ist es für das Buch, sich natürlich zu öffnen. In der Praxis lässt sich ein sehr dickes Album auch mit einer guten PUR-Bindung nicht völlig flach aufschlagen.

PUR-Bindung vs. unpassendes Papier

Papier hat einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit eines Buches. Deshalb verlangt PUR, dass das Material auf den Umfang der Publikation abgestimmt ist.

Bei dicken Büchern kommt es oft zu Problemen:

Viel besser geeignet sind flexiblere Papiere, wie z. B.:

Solche Materialien funktionieren besser beim Öffnen des Buches und belasten den Buchrücken weniger.

PUR-Bindung und schlecht vorbereiteter Buchrücken

Bei dicken Büchern ist die richtige Vorbereitung des Einbands von großer Bedeutung. Selbst ein kleiner Fehler in der Breite des Buchrückens kann nach der Produktion deutlich sichtbar sein.

Die PUR-Bindung erfordert eine sorgfältige Berechnung:

Wenn der Grat unsachgemäß vorbereitet ist:

Daher berechnet die Druckerei den Rücken immer individuell für ein bestimmtes Projekt.

Transport von dicken Büchern

Dies ist ein Problem, an das die Kunden oft nicht denken. Dicke Bücher sind einfach schwer, und das wirkt sich auf die Logistik und die Haltbarkeit beim Transport aus.

Bei sehr großen Mengen kann das der Fall sein:

Daher ist PUR für dicke Publikationen sehr oft erforderlich:

In der Praxis ist die ordnungsgemäße Aufbewahrung von Büchern ebenso wichtig wie die Produktion selbst.

Ist die PUR-Bindung für dicke Bücher geeignet?

Trotz dieser Herausforderungen ist PUR nach wie vor eine sehr gute Lösung für dicke Publikationen. Es bietet eine hohe Haltbarkeit und eine viel bessere Flexibilität als die traditionelle EVA-Verklebung.

Der Schlüssel liegt jedoch im richtigen Design und in der Abstimmung der Technologie auf das Volumen des Buches.

In vielen Fällen liefert die Verklebung das beste Ergebnis:

Zusammenfassung

Die PUR-Bindung eignet sich für viele Arten von Veröffentlichungen, aber sehr dicke Bücher erfordern besondere Aufmerksamkeit. Die häufigsten Probleme betreffen das Volumen, die Öffnung, das Papier und die Gestaltung des Buchrückens.

Deshalb ist es bei großen Projekten ratsam, die Parameter zu Beginn der Buchvorbereitung mit der Druckerei abzustimmen. In der Praxis kann eine richtig ausgewählte PUR-Bindung die Haltbarkeit und den Komfort der gesamten Publikation erheblich verbessern.

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