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Papierfarbe – warum Papier nicht immer perfekt weiß ist

Papierfarbe

Viele Menschen gehen davon aus, dass Papier einfach weiß sein sollte. Erst bei der Erstellung eines Buches, eines Katalogs oder von Werbematerialien stellt sich heraus, dass es viele Schattierungen von Weiß gibt – und dass die Papierfarbe selbst einen großen Einfluss auf das Aussehen des gesamten Projekts hat.

Interessanterweise muss das Papier gar nicht schneeweiß sein, um „besser“ auszusehen. In vielen Fällen wirkt ein wärmerer oder natürlicherer Farbton viel eleganter und verbessert den Lesekomfort.

Daher ist die Farbe des Papiers einer der Parameter, die der Drucker bei der Produktion immer berücksichtigt.

Papierfarbe vs. Designwahrnehmung

Papier beeinflusst, wie wir einen Druck wahrnehmen. Selbst bei einem identischen Design kann dieselbe Grafik auf verschiedenen Papieren völlig anders aussehen.

Sehr weißes Papier gibt:

Eine wärmere Farbe hingegen lässt das Design natürlicher und ruhiger wirken.

Deshalb wird für Bücher häufig cremefarbenes Papier statt schneeweißem verwendet.

Papierfarbe vs. Lesekomfort

Ein Grund, warum Papier nicht immer vollkommen weiß ist, ist der Sehkomfort. Sehr helles Papier reflektiert das Licht stark, was bei längerem Lesen ermüdend sein kann.

Deshalb werden viele Publikationen auf Papieren mit einem leicht cremigen Farbton gedruckt, wie z. B.:

Ein solches Papier verringert den Kontrast und macht den Text angenehmer für das Auge.

Dies ist besonders wichtig für:

Papierfarbe vs. Papiersorte

Die Farbe des Papiers hängt auch vom Material selbst und dem Herstellungsverfahren ab. Ungestrichenes Papier hat in der Regel einen natürlicheren Farbton als Bilderdruck Papier.

Zum Beispiel:

Aus diesem Grund zeigt die Druckerei oft Papiermuster, bevor die Produktion beginnt.

Papier versus Farbdruck

Für den Farbdruck ist die Farbe des Papiers von großer Bedeutung. Papier dient als Grundlage für alle Druckfarben.

Auf wärmerem Papier:

Im Gegensatz dazu lässt die sehr weiße Farbe des Papiers die Farben intensiver erscheinen.

Daher wird für Alben, Kataloge oder Fotoprojekte häufig Papier mit hohem Weißgrad gewählt.

CIE-Weißheit

In der Druckindustrie wird Papier häufig mit dem CIE-Parameter beschrieben. Dies ist ein Indikator, der den Weißgrad des Papiers bestimmt.

Je höher der Wert:

Dies bedeutet jedoch nicht automatisch eine bessere Qualität. Bei vielen Projekten sieht zu viel Weiß einfach unnatürlich aus.

Daher sollte die Farbe des Papiers immer auf die Art der Veröffentlichung abgestimmt sein.

Papierfarbe vs. Premium-Effekt

Interessanterweise werden für Premium-Designs sehr oft Papiere verwendet, die gar nicht vollkommen weiß sind. Ein leicht cremiger oder natürlicher Farbton wirkt eleganter und „edler“.

In der Praxis wirkt sich das Papier sehr stark auf die Wahrnehmung der Qualität des gesamten Buches aus.

Aus diesem Grund werden in hochwertigen Publikationen häufig Papiere verwendet:

Solche Materialien verleihen dem Buch auch ohne zusätzliche Veredelung ein exklusiveres Aussehen.

Warum fragt der Drucker nach der Papierfarbe?

Die Kunden konzentrieren sich oft hauptsächlich auf das Flächengewicht und die Art der Bindung und betrachten die Farbe des Papiers als ein Detail. Dabei ist es gerade dieses Element, das den Charakter des Projekts völlig verändern kann.

Deshalb fragt die Druckerei immer:

Ohne diese Informationen ist es schwierig, das richtige Material auszuwählen.

Zusammenfassung

Die Papierfarbe hat einen großen Einfluss auf das Aussehen und die Wahrnehmung des Designs. Das Papier sollte nicht immer vollkommen weiß sein – in vielen Fällen wirkt ein wärmerer oder natürlicherer Farbton viel besser.

Daher sollte die Wahl des Papiers als Teil des grafischen Designs betrachtet werden und nicht nur als technischer Parameter. In der Praxis entscheidet eine richtig gewählte Farbe sehr oft darüber, ob die Publikation gewöhnlich oder wirklich professionell aussieht.

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