Sie fragen sich, ob es möglich ist, Druckerzeugnisse gegen Kopieren, Fälschen oder unbefugtes Vervielfältigen zu sichern? Sicherer Druck ist heute nicht nur eine Domäne von Banknoten und staatlichen Dokumenten. Auch Premium-Marken, Verleger von Sammelbüchern, Hersteller von Kartenspielen oder Etikettenhersteller greifen zunehmend darauf zurück. Welche Lösungen gibt es? Wann lohnt es sich, zu ihnen zu greifen? Hier ist ein Leitfaden für die Welt des Sicherheitsdrucks.
Sicherer Druck – warum sollte man darüber überhaupt nachdenken?
Im Zeitalter des leichten Zugangs zu Scannern, HD-Kameras und digitaler Drucktechnik war das Kopieren von Materialien noch nie so einfach. Und deshalb richten immer mehr Kunden ihr Augenmerk auf sicheres Drucken, um geistiges Eigentum, das Markenimage oder sensible Daten zu schützen.
Sicherheit kann auf mehreren Ebenen funktionieren:
- physisch (z. B. durch Materialien, die nicht gefälscht werden können),
- optisch (spezielle Effekte, die nur unter UV-Licht sichtbar sind),
- technologisch (z. B. durch individuell gedruckte variable Daten).
Wichtig ist, dass diese Maßnahmen so gewählt werden können, dass sie das Design nicht beeinträchtigen – viele von ihnen sind für den Endnutzer völlig unsichtbar, erfüllen aber dennoch eine Schutzfunktion.
UV-Farben und Sicherheitslacke
Eine der gängigsten Lösungen für den sicheren Druck sind UV-Farben, d. h. spezielle Pigmente, die auf ultraviolettes Licht reagieren. Was für das Auge wie ein normales Blatt Papier aussieht, kann unter UV-Licht Wasserzeichen, Logos oder Produktionsinformationen offenbaren.
Der UV-Schutz hat mehrere Vorteile:
- Sind bei normalem Licht unsichtbar,
- beeinträchtigen nicht das Erscheinungsbild des Designs,
- sind mit herkömmlichen Methoden nur schwer zu reproduzieren.
Sie werden u. a. für elegante Buchausgaben, Urkunden, Gutscheine, Sammlerkarten und sogar für die Verpackung von Luxusprodukten verwendet.
Variabler Datendruck und Kleinserien
Eine weitere wirksame Methode ist der variable Datendruck (VDP). Jedes Exemplar kann eine eindeutige Seriennummer, einen QR-Code, personalisierte Daten oder ein Erkennungszeichen enthalten. Dieser Ansatz erschwert das Kopieren und verstärkt das Gefühl der Exklusivität.
In der Praxis:
- Begrenzte Serien von Büchern enthalten individuelle Markierungen,
- Zeugnisse oder Diplome haben Daten, die einer Person zugeordnet sind,
- Sammlerstücke sind nummeriert, um ihren Wert zu erhöhen.
Die Personalisierung ist nicht nur eine Sicherheitsmaßnahme, sondern auch eine Möglichkeit, das Engagement des Publikums zu erhöhen.
Sicherheitspapier – schwer zu fälschen
Es fühlt sich ganz normal an, aber seine Struktur verbirgt fluoreszierende Fasern, Mikrotext oder Wasserzeichen. Handelt sich um ein spezielles Sicherheitspapier, das die Fälschung erschwert. Es wird nicht nur für Dokumente verwendet, sondern auch für exklusive Buchausgaben, notarielle Urkunden und überall dort, wo Glaubwürdigkeit und Prestige zählen.
Interessanterweise kann ein solches Papier mit klassischen Offset- oder Digitaldruckverfahren kombiniert werden – es erfordert keine großen Änderungen im Verfahren, erhöht aber das Sicherheitsniveau erheblich.
Sicherer Druck – für wen ist das gedacht?
Nicht jedes Projekt erfordert fortgeschrittene Sicherheitsfunktionen, aber es lohnt sich, sie in Betracht zu ziehen, wenn:
- Sie drucken Bescheinigungen, Belege und numerische Dokumente,
- Sie bieten Produkte in limitierter Auflage an,
- Sie wollen Ihre Marke vor Fälschungen schützen,
- Sie legen Wert auf ein professionelles, einzigartiges Erscheinungsbild.
Sicherer Druck vermittelt den Kunden ein Gefühl von Kontrolle, Einzigartigkeit und Qualität. Und das führt zu ihrem Vertrauen und ihrer Loyalität.






