Menüdruck scheint eine einfache Aufgabe zu sein – bis man feststellt, dass der Text verschmiert, die Farben an Intensität verlieren und Kunden sich beschweren, dass die Karten nach wenigen Tagen Gebrauch aussehen, als hätten sie mehrere Stürme überstanden. Diese Situation hatten wir kürzlich bei einem Projekt für einen Kunden aus der Gastronomie. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wo das Problem lag und wie wir es gelöst haben – ohne das Design zu ändern oder das Budget zu erhöhen.
Menüdruck – wo ist das Problem aufgetreten?
Der Auftrag umfasste Menükarten für ein neu eröffnetes Restaurant in einer Großstadt. Der Kunde lieferte ein fertiges Design, das auf dem Bildschirm großartig aussah – leuchtende Farben, elegante Typografie, zarter Hintergrund. Das Problem trat beim ersten Testdruck auf. Einige Bereiche waren verschmiert, und die Schrift – insbesondere die dünnen Linien – verlor ihre Schärfe, wenn sie Feuchtigkeit oder fettigen Fingern ausgesetzt war.
Eine schnelle Analyse ergab drei mögliche Ursachen:
- zu empfindliche Sättigung von Schwarz und Farben (Design für die Bildschirmdarstellung, nicht für den Druck vorbereitet),
- fehlender Oberflächenschutz (kein Lack oder Film),
- schlecht ausgewähltes Papier – saugfähig und nicht sehr schmutzabweisend.
Wie haben wir den Druck von Speisekarten verbessert?
Anstatt das gesamte Projekt zu überarbeiten, haben wir uns auf die Optimierung von drei wesentlichen Aspekten konzentriert:
- Papierauswahl: Wir haben 170 g matt gestrichenes Papier durch 250 g synthetisches Papier ersetzt – strapazierfähig, wasserfest und abriebfest. Dieses Material behält seine Eleganz, ist aber wesentlich haltbarer.
- Oberflächenschutz: Wir haben einen matten Dispersionslack verwendet, der vor Verschmutzungen und fettigen Fingerabdrücken schützt. Dadurch sieht die Karte nicht nur länger gut aus, sondern lässt sich auch leichter reinigen.
- Änderung der Druckeinstellungen: Wir haben die Einstellungen für die Schwarztiefe und Farbanpassung im RIP verbessert, wodurch der Text und die Linien schärfer und der Druck kontrastreicher geworden sind.
Das Endergebnis? Ein zufriedener Kunde und begeisterte Gäste.
Nach der Umsetzung der Änderungen wurden die Menükarten einwandfrei gedruckt – Tests haben gezeigt, dass die neuen Karten keine Feuchtigkeit aufnehmen, auch bei intensiver Nutzung nicht verschmieren und lange Zeit gut aussehen. Darüber hinaus wurde dies ohne drastische Kostensteigerung erreicht.
Menüdruck – worauf muss man achten?
Wenn Sie Menükarten bestellen möchten, sollten Sie einige Dinge beachten:
- Vermeiden Sie beschichtete Papiere mit geringem Flächengewicht (diese können leicht beschädigt werden).
- Verwenden Sie immer einen Oberflächenschutz – Lack oder Folie.
- Entwerfen Sie mit Blick auf den Druck, nicht nur auf den Bildschirm – dünne Schriftarten oder helle Farben lassen sich möglicherweise nicht gut drucken.
Zusammenfassung:
Das Drucken von Speisekarten mag einfach erscheinen, aber wie unser Beispiel zeigt, haben kleine technologische Entscheidungen einen großen Einfluss auf die Haltbarkeit und das Endergebnis. Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Speisekarte nicht nur gut aussieht, sondern auch praktisch ist, sollten Sie sich bereits in der Entwurfsphase mit der Druckerei beraten. So sparen Sie Zeit, Stress und Geld.






